5 Blogger verraten dir ihre beeindruckendsten Momente auf Reisen – Teil 1

Beeindruckende Momente auf Reisen Beitragsbild Seychellen

Auf Reisen erlebst du täglich unvorhergesehene Dinge, die dir oftmals sehr lange im Kopf bleiben. Besonders Momente auf Reisen, die super beeindruckend für dich sind. Es gibt viele davon. Meistens bleibt aber doch nur ein einziges, an das du dich ewig zurück erinnern wirst. Dieses Erlebnis ist Gold wert. Und es ist unbezahlbar.

Vor deiner Reise stellst du dir vor, wie es wohl ist, so einen Augenblick zu erleben. Doch oft sind es die kleinen Dinge, die dir den Atem rauben. Unvorhergesehen, spontan. Auf einmal da! Unbeschreiblich!

Auch ich habe solche Momente auf Reisen, die ich nicht mehr missen möchte…

…Delfine, die aus dem Nichts auftauchen und mich bei einer Bootsfahrt in Costa Rica begleiteten…und Riesenschildkröten auf den wundervollen Seychellen…oder Angkor Wat in Kambodscha. Trotz Touristenmassen in den Tempelanlagen, war ich fasziniert davon…aber auch farbenfrohe Sonnenuntergänge am Strand beeindrucken mich immer wieder und machen das Reisen zu einem besonderen Moment…

Ich liebe es, wenn mir Reisende von ihren Erlebnissen erzählen. Du schaust in ein lächelndes Gesicht mit leuchtenden Augen und weißt, dass dieser Moment ihr Herz erobert hat. Was gibt es schöneres? Ich liebe diese Geschichten, die das Leben lebenswert machen.

Einige Reiseblogger habe ich deshalb dazu befragt:
„Hattest du einen Moment auf Reisen, der dich so beeindruckt hat, dass er dir ewig im Kopf blieb?“

Insgesamt 13 wundervolle Geschichten sind zusammengekommen. Mit solch einer Resonanz hatte ich nicht gerechnet. Ich freue mich sehr darüber, dass ich dir somit gleich zwei erlebnisreiche Beiträge präsentieren werde.

Heute entführe ich dich in abenteuerlichen Augenblicke nach Kanada, Mittelamerika und Afrika.

Vorhang auf für Teil 1 der beeindruckendsten Momente auf Reisen

 

Abenteuer pur! Eine Kanutour auf dem Athabasca River in Kanada mit Off the Path

Beeindruckende Momente auf Reisen Off the Path auf dem Athabasca River in Kanada

Ganz klar ja! Line und ich waren letztes Jahr im Herbst das erste Mal in Kanada und haben dort eine zweitägige Kanutour auf dem Athabasca River in Alberta gemacht. Anders als gedacht, hatte der Fluss eine reißende Strömung, überall ragten Bäume ins Wasser, das Kanu war relativ unstabil und kippte schnell um, sodass wir kaum Kontrolle hatten. Nicht zu vergessen, dass wir uns im Bear Country befanden.

Wir standen bereits am Anfang einmal kurz davor, aufzugeben, aber das Kanu mit all unseren Sachen am Ufer zurücklassen und dann den ganzen Weg durch einen Wald voller Bären und Wölfe zurück wandern wollten wir dann auch nicht. Also bissen wir die Zähne zusammen und paddelten weiter. Der Wind nahm zu, bei einer kurzen Pause auf einer Sandbank sahen wir frische Tatzenabdrücke eines mächtigen Grizzly Bären und aus der Ferne beobachtete uns ein Rentier mit imposantem Geweih – mehr Wildnis und Abenteuer ist fast nicht möglich!

Wir waren bereits mehrere Stunden unterwegs und unsere Kräfte so ziemlich am Ende, aber wir mussten weiter paddeln zu der Insel, auf der wir später unser Zelt für die Nacht aufschlagen sollten. Doch die Insel war weit und breit nicht in Sicht und wir schon viel länger unterwegs, als man es uns vorausgesagt hatte. Hatten wir die Insel verpasst? Waren wir irgendwo falsch abgebogen? Der Fluss war zu dieser Jahreszeit vielmehr ein Wirrwarr aus mehreren Kanälen, als ein eindeutiger Strom. Wir paddelten weiter, umgingen nur knapp einem starken Wasserstrudel, der unser Kanu beinah zum Kentern brachte, als wir endlich ein Schild mit Zeltaufdruck sahen: da war die Insel! Wir paddelten noch die letzten Meter, zogen unser Kanu an Land und vielen uns erleichtert und völlig erschöpft in die Arme – diesen Moment werde ich nie vergessen!

Das komplette Kanuabenteuer und Tipps für deinen Roadtrip durch Kanada gibt´s bei Off the Path.

Über Sebastian und Off the Path
Sebastian von Off the Path ist der bekannteste Reiseblogger Deutschlands. Er bereist mit seiner Freundin Line die Welt. Egal, ob du nach Tipps, Inspiration oder Abenteuer auf deinen Reisen suchst. Bei Sebastian bist du genau richtig. Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer. Du findest ihn auch auf Facebook und Instagram

 

Unter Bären & Wölfen: Wellenreiten in Tofino in Kanada mit Meerdavon

Beeindruckende Momente auf Reisen Tofino in Kanada mit Meerdavon

Nur wenige wissen, dass ich auf dem Bauernhof aufgewachsen bin. Vielleicht beeindrucken mich deswegen auf Reisen immer die Destinationen am meisten, an denen ich exotische Tiere treffe: Zum Beispiel dicke Schlangen und wilde Pfaue in Sri Lanka oder Delphine beim Surfen in Australien. Man träumt sich ja meistens in warme Länder unter Palmen. Aber mich hat die Schönheit von einem kühlen kanadischen Surfer-Dorf inmitten dichter Nadelwälder förmlich umgehauen: Tofino auf Vancouver Island! Dort gab es für mich nicht das eine unvergessliche Erlebnis, sondern die gesamte Zeit dort hat meine Welt aus den Fugen gehoben.

Alles beginnt schon mit der Anreise: Nachdem man mit der Fähre auf Vancouver Island ankommt, geht es mit dem Auto durch den Regenwald. Erst reißt der Handy-Empfang ab, kurz danach plärrt das „Tuff City Radio“ mit 80er-Jahre-Musik und der lokalen Wellenvorhersage aus dem Radio. Denn in Tofino ist Surfen eine der Hauptattraktionen – obwohl das Wasser selbst im „warmen“ Sommer nur 13 Grad hat. Ein Sturz unter Wasser löst ein Kribbeln aus, das mit „Eiscreme-Kopfschmerz“ vergleichbar ist. Trotzdem gibt es in der freundlichen Surfer Community echte Holzfäller-Typen, die stoisch und fast nackt den Eiszapfenwellen trotzen.

Der kleine Surfer-Ort ist der normalen hektischen Welt ganz fern und liegt im Pacific Rim Nationalpark, einem Naturschutzgebiet auf dem Land der Nuu-Chah-Nulth Indianer. Ihre Kultur spürt man überall, zum Beispiel an aufgestellten Totem-Pfählen oder überlieferten Legenden. Einer Sage nach soll z.B. das Pflücken von Gräsern den dichten Nebel verursachen, der immer nachmittags vom Wald aufs Meer kriecht. Ein mystisches Schauspiel, das mit dieser Geschichte im Kopf für noch mehr Gänsehaut sorgt.

Die Indianer haben ebenfalls eine innige Beziehung zur wilden Tierwelt, die sich in Tofino tummelt. Bei der Fahrt zum Surf Spot rannte mir mehrmals ein dicker Braunbär vor das Auto, zum Abendessen lief seelenruhig eine Waschbär-Familie vorbei und Otter machten den Hafen unsicher. Besonders gruselig war ein Spaziergang zu Dämmerung, als auf einmal ein Wolf vor mir stand und ich panisch den Rückzug antrat. Diesen Vorfall beobachtete ein Weißkopf-Seeadler, der spöttisch-krähend über meinen Kopf hinwegflog. Zumindest klang es so 😉

Kurz gesagt: Tofino hat mich umgehauen. Es war einer der ersten Stopps meiner Surf Weltreise und wird auch einer der letzten sein. Da ich nach weniger als einem Jahr schon wieder hinfahren werde. Tuff-City, here I come. Again.

Über Heidi und Meerdavon
Surf-Junkie Heidi schreibt auf ihrem Blog meerdavon über die besten Surf-Destinationen sowie den Surfer Lifestyle im Wasser und an Land. Meerdavon findest du auch auf Facebook und Instagram

 

Eine Reise durch den Addo Elephant Nationalpark in Südafrika mit Sunnyside2go

Beeindruckende Momente auf Reisen Addo Elephant Nationalpark in Afrika mit Sunnyside2go

Mittlerweile habe ich wirklich viele beeindruckende Momente auf Reisen erlebt. Der letzte großartige Moment, an den ich mich hoffentlich lange erinnern werde, liegt noch gar nicht lange zurück. Im Oktober 2016 war ich mit meinem Freund in Südafrika. Natürlich durfte bei dieser Reise eine Safari durch den Addo Elephant Nationalpark nicht fehlen. Am ersten Tag haben wir den Park mit unserem Mietwagen erkundet und waren einfach begeistert! Wir haben so viele wunderbare Tiere gesehen: Elefanten, Erdmännchen, Warzenschweine, Antilopen, Zebras usw.

Der zweite Tag, für den wir eine geführte Tour gebucht hatten, hielt dann noch einen ganz besonderen Moment bereit. In unserem Tourbus wurde gerade fröhlich gequatscht und fotografiert, als direkt neben uns eine Elefantenherde auftauchte. Nur wenige Schritte vom Bus entfernt zogen die gigantischen Tiere gemächlich an uns vorbei. Der gesamte Bus war schlagartig still. Die Kameras hörten auf zu klicken. Man hörte keinen Mucks mehr. Jeder lauschte der Stille, beobachtete die Dickhäuter und ließ das Fotografieren für einen Augenblick sein. Für mich war das ein absoluter Gänsehautmoment.

Über Luisa und Sunnyside2go
Luisa ist eine fotografiebegeisterte Reisende. Auf ihrem Blog sunnyside2go möchte sie dich für die Welt der Fotografie und des Reisens begeistern und inspirieren. Ihr Motto: Schau dir die Welt mit eigenen Augen an…und durch den Sucher deiner Kamera. Du findest Luisa auch auf  Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest

 

Erlebe mit Worldonabudget den Sonnenaufgang über dem Lago de Atitlán in Guatemala

Worldonabudget Beeindruckende Momente auf Reisen Sonnenuntergang Guatemala

Es gab natürlich so einige Erlebnisse auf unseren Reisen, die uns für immer im Gedächtnis bleiben werden und wir haben uns lange den Kopf zermartert, von welchem wir in diesem Beitrag berichten wollen. Aber da wir so schöne Bilder vom Sonnenaufgang über dem Lago de Atitlán haben, möchten wir euch gerne von unserer frühmorgendlichen Wanderung zur Nariz del Indio erzählen.

Unsere Spanischschule in Guatemala bot neben dem alltäglichen Unterricht auch jede Menge Freizeitaktivitäten an. Das absolute Highlight war dabei der Aufstieg zur Nariz del Indio (Nase des Indio), die übrigens so genannt wird, weil sie mit ein bisschen Fantasie wie ein horizontales Gesicht mit nach oben zeigender Nase aussieht.

Zur wirklich unchristlichen Zeit von 3 Uhr morgens holte uns unser Guide noch sichtlich verschlafen bei unserer Gastfamilie ab und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zum Bus, der uns zunächst nach Santa Clara brachte, von wo wir den weiteren Weg zu Fuß antraten.

Im Vorfeld wurde uns von einer leichten Wanderung berichtet, die sich so früh am Morgen dann doch als echte körperliche Herausforderung präsentieren sollte. Ein anderer Tourist ließ sich vor Anstrengung sogar sein Frühstück noch einmal durch den Kopf gehen. Als wir dann endlich gegen kurz nach 5 Uhr oben angekommen waren, war es sehr kalt und dunkel und wir nutzten die Zeit, um ein wenig zu frühstücken.

Kurz darauf begannen dann aber auch schon die ersten Lichtstrahlen, sich ihren Weg durch die Wolken zu bahnen und der Himmel über dem idyllischen See wechselte minütlich seine Farben. Welch ein Spektakel, das wir mit ansehen durften!

Mit einem Mal war die Müdigkeit verflogen und wir genossen jeden Moment im Angesicht des Sonnenaufgangs über dem vielleicht schönsten See der Welt. Da kann man auch schon mal um 3 Uhr morgens aufstehen 😉

Über Marie und Chris und  Worldonabudget
Marie und Chris entdecken seit Mai 2016 zusammen die Welt. Auf ihrem Blog Worldonabudget möchten sie dir zeigen, dass eine Langzeitreise kein unrealistischer Traum ist. Sie geben dir Tipps wie du dir eine Reise mit geringem Budget ermöglichen kannst. Besuche sie doch auch auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest

 

Der Strand von Zancudo in Costa Rica eroberte das Herz von Living UpsideDown

Beeindruckende Momente auf Reisen Strand von Zancudo mit Living upsidedown

Hast du dir schon einmal ein wenig Zeit genommen, ein entspanntes Plätzchen gesucht, die Augen geschlossen und dich ganz bewusst an deine letzte Reise erinnert? Was hast du denn dabei gesehen? Egal wie viele Reisen ich mache – für mich ist die Antwort oft sehr ähnlich. Denn bei all den schönen Momenten einer Reise sticht eine Sache immer wieder besonders hervor. Mehr als ein spezieller Moment, sind es all die einzigartigen Menschen, die jede einzelne Reise so unheimlich besonders machen.

Sei es der Fischer am Strand, den man endlos dabei beobachten könnte, wie er sein Fischernetz sortiert oder die junge Mutter im Bus, die ganz heimlich und scheinbar ungesehen ihr Neugeborenes stillt. Jeder dieser Momente hat einen ganz speziellen Platz in meiner Erinnerung, denn all diese Menschen erzählen eine Geschichte, die spannender kaum sein könnte.

Aber nicht nur die scheinbar heimlichen Begegnungen sind es, die mir ewig in Gedanken bleiben werden. Denn auch die Begegnungen mit anderen Reisenden sind oftmals sehr speziell. Ein Ort der dabei einen ganz besonderen Platz in meiner Erinnerung und in meinem Herzen hat, ist das winzige Zancudo im tiefen Süden Costa Ricas. Wer hier her kommt, der muss es wirklich wollen, denn abgelegener könnte ein Ort kaum sein.

Und doch ist es nicht etwa der endlos wilde Sandstrand, der die Leute hierher zieht, sondern viel mehr die einzigartigen Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gleichzeitig so viel gemeinsam haben. Hierher kommst du nur einmal in deinem Leben oder du bleibst für immer – wenn auch nur im Herzen, so wie es bei mir der Fall ist.

Acht Monate habe ich in Zancudo verbracht, in denen mich immer wieder beeindruckt hat, wie sehr meine schnell entstandene Liebe zu diesem Ort doch von den Menschen geprägt ist, die aus der ganzen Welt immer wieder hier zusammen kommen. Ihre Geschichten und Charaktere könnten tatsächlich kaum unterschiedlicher sein und doch hat sie alle eine Sache vereint – der Wunsch nach dem einfachen Leben, nach Unbeschwertheit und Lebensfreude, und die Möglichkeit man selbst zu sein, ganz so wie man nun einmal ist. Egal ob 75 oder 25, Kubaner oder Kanadier, Dachdecker oder Skilehrer – hier waren wir alle gleich und füreinander da und wurden bedingungslos akzeptiert, wie es nur selten irgendwo möglich ist.

Ein wirklich einzigartiges Gefühl, das für immer meine schönste Reiseerinnerung bleiben wird.

Über Anja und Living UpsideDown
Anja zog mit ihrem Freund Julian los, um die Welt zu erobern. Sie kündigte ihren Job und startete ins Ungewisse. Auf ihrem Blog Living UpsideDown schreibt sie über ihre Reisen und den Weg in ein ortsunabhängiges Leben. Folge ihr auch auf Facebook und Instagram

 

Das waren die ersten fünf Geschichten, die mich in Tagträume versetzten. Habt herzlichen Dank dafür. In zwei Wochen folgt Teil 2 mit weiteren beeindruckenden Momenten auf Reisen. Seid gespannt auf die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien und Asien.

Deine Tatjana

 

Welches Erlebnis hat dich zum Träumen gebracht? Hattest du auch schon unvergessliche Momente auf Reisen? Dann lass es mich wissen. Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

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5 Kommentare

  1. Pingback: 8 Blogger verraten dir ihre beeindruckendsten Momente auf Reisen - Teil 2 | ZielunGEWISS

  2. Tolle Geschichten sind bei dir zusammengekommen! Es ist spannend zu lesen, welche Momente besonders prägend waren. Mein Highlight auf unseren Reisen bisher war ein Flug über das Great Barrier Reef. Dort ist mir richtig bewusst geworden wie schön unser Planet doch ist! 🙂 Bin immer noch ganz hin und weg wenn ich daran denke.
    Liebe Grüße,
    Kaja

    • Tatjana Warth

      Hey Kaja,

      vielen Dank. Wie recht du hast…wir haben auf unserer Erde so wundervolle Plätze und auch ich denke immer gerne an bestimmte Momente auf meinen Reisen zurück.

      Sei gespannt auf Teil 2. Da gibt es auch viele tolle Geschichten aus Australien.

      Liebe Grüße
      Tatjana

  3. Liebe Tatjana,

    ein wundervoller Artikel! Es ist so schön zu lesen, welche Momente jeden einzelnen von uns begeistern und in den Bann ziehen.

    Ich freue mich schon auf Teil 2!

    Alles Liebe
    Meli

    • Tatjana Warth

      Hey Meli,

      ja, ich kam auch gleich ins Träumen…aber auch ins Staunen.

      Liebe Grüße
      Tatjana

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