Surfen und gemeinsam Reisen – Wie ist das so, als Frau eines Surfers?

Wie ist das eigentlich so, die Frau eines Surfers zu sein? Ist es kompliziert Surfen und gemeinsam Reisen unter einen Hut zu bringen? Quatsch! Wenn ich nicht mit ins Wasser muss, dann ist das gemeinsame Reisen super. Ich hatte nie den Wunsch Surfen zu lernen. Das Meer mit seinen Strömungen und den großen Wellen, macht mir Angst. Das Reisen mit einem Mann als Surfer könnte ich mir nicht besser vorstellen.

Natürlich kann das Reisen mit surfendem Partner auch anstrengend sein. Angefangen bei der Größe und Menge des Gepäcks. Das eigene Surfboard muss immer mit. Und wenn es sich nicht nur um einen ein- bis zweiwöchigen Urlaub handelt, geht noch ein weiteres Brett mit. Somit sind vor der gemeinsamen Reise die Gepäckbestimmungen der einzelnen Fluggesellschaften zu prüfen. Da ich meistens die Reiseplanung übernehme, wird nach der Beförderung des Sportgepäcks der jeweiligen Airline als erstes geschaut.

Auch vor Ort mit Surfgepäck von A nach B zu kommen, geht schon irgendwie. In Asien oder Zentralamerika ist oft alles möglich. Irgendwie werden die Bretter schon festgeschnallt.

Surfen und gemeinsam Reisen - Surfspot in Midigama

An manchen Surfspots in Sri Lanka, ist mächtig was los. Wie hier in Midigama

Jetzt aber zu den schönen und angenehmen Seiten des gemeinsamen Reisens.

Surfer sind meist gelassene Menschen und lieben einfach das Meer und die Wellen. Sie sind offen gegenüber Anderen und genießen ihre Zeit im Wasser. Deshalb lernt man auch immer sehr interessante und kreative Personen kennen.

Und wenn du einen Mann als Surfer hast, dann kommst du an die wunderbarsten Plätze dieser Welt. Darüber kann ich mich natürlich auch nicht beschweren.

Schränkt mich das Surfen beim gemeinsamen Reisen ein?

Nein, nicht wirklich. Denn unsere Reiseziele suchen wir gemeinsam aus. Wellenverhältnisse, Infrastruktur, WLAN und Unterkünfte werden gecheckt und dann entscheiden wir gemeinsam, wohin es hingehen soll. Außerdem bin ich auch nicht die klassische Reisende, die von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten rennt. Ich genieße lieber die Tage in einer wunderbaren Umgebung und tue mir Gutes.

Ich brauche nicht viel, um Glücklich zu sein. Ein gutes Buch, eine Hängematte und das Meer in der Nähe. Dann bin ich zufrieden.

 

„Warum surfst du nicht?“

Das Meer ist toll und die Wellen wunderschön anzusehen. Doch nur vom Strand aus. Ambitionen, surfen zu lernen, gab es bei mir nie. Unvorstellbar, dass ich mich so weit weg vom Ufer in die Wellen stürzen soll. Ja ich bin ein Angsthase, was das Wasser betrifft.

Wir beide finden das ganz und gar nicht schlimm. Denn als Paar muss man nicht unbedingt das gleiche Hobby haben, damit das surfen und das gemeinsame reisen klappen kann.

„Und was machst du den ganzen Tag, wenn dein Mann surft?“

Diese Frage bekomme ich sehr oft gestellt und irgendwie muss ich darüber schmunzeln. Auf irgendeine Weise will es einfach nicht in meinen Kopf, dass so viele Menschen heutzutage nichts mit sich selbst anzufangen wissen. Das ist schade. Denn ich finde es auch mal gut, alleine zu sein. Alleine mit sich und seinen Gedanken. Das „um sich herum“ wahrnehmen und sich daran erfreuen. Es gibt so viele Dinge, wie man seine Zeit verbringen kann.

Schnapp dir ein gutes Buch und versinke darin. Am besten noch an einem schattigen Plätzchen in der Hängematte…oder nimm dir einfach deine Fotokamera und halte das Sichtbare fest…oder wie wär´s mit einem Schwätzchen mit Anderen…oder schaue den Surfern doch einfach vom Strand aus zu, wie sie sich in die Wellen stürzen….

Surfen und gemeinsam Reisen - Surfspot Dalawella

Surfspotcheck

Außerdem lernt man so viele Menschen auf Reisen kennen. Manche davon sind auch als Surfer und Nicht-Surfer unterwegs. Gemütlich am Strand oder in einem Café sitzen und mit dem Nicht-surfenden Partner quatschen, ist toll. Man tauscht sich aus, erzählt welche Reiseziele gut für surfen und das gemeinsame Reisen funktionieren oder man lernt sich einfach besser kennen.

Es gibt so Vieles, wie man sich die Zeit vertreiben kann. Ja es tut auch gut, nicht ständig Einen um sich herum zu haben.

Surfen und gemeinsam Reisen – Wie ist das jetzt als Frau eines Surfers?

Ich will nicht lange drum herumreden und manche nehmen uns das auch nicht ab. Das gemeinsame Reisen und surfen funktioniert bestens und das Surferleben finde ich auch großartig.

Der surfende Partner möchte ganz klar, so oft wie nur möglich, ins Wasser. Wenn sich die Sonne im Wasser spiegelt und die Wellen sich perfekt formen, dann gibt es kein Halten mehr. Ist ja irgendwie verständlich. Ich freue mich jedes Mal mit meinem Mann, wenn er von einer wunderbaren Surfsession zurückkommt und mir davon erzählt. Es gibt nichts Schöneres, als die Freude miteinander zu teilen.

Viele Personen sehen das Hobby des Partners irgendwie als Konkurrenz. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Es wird verglichen wie lange der Liebste im Wasser ist und wie viel Zeit man miteinander teilt. Hä? Was soll das? Habe ich tatsächlich schon erlebt.

Die Hängematte zwischen zwei Palmen aufgespannt, mit dem Blick auf den Surfspot und den Gedanken einfach freien Lauf lassen. Das hört sich doch wahrlich nicht schlecht an.

 

Die Frau eines Surfers zu sein, ist nicht so kompliziert wie man sich das vorstellt. Ohne Kompromisse geht natürlich nichts. Doch wie wir das Surfen und das gemeinsame Reisen meistern, kannst du in meinem Artikel Reisen als Paar mit unterschiedlichen Interessen nachlesen.

Für mich muss eine Beziehung, egal ob Surfen eine Rolle spielt oder nicht, harmonisch sein. Verständnis und Toleranz gehört da natürlich mit dazu. Eine Partnerschaft besteht ja, weil man sich gegenseitig guttut. Oder was meinst du?

Surfen und gemeinsam Reisen - Auf dem Weg zum Strand von El Palmar

Auf dem Weg zum Meer in El Palmar

Noch nie in meinem Leben verspürte ich solch eine Zufriedenheit in mir, wie gerade. Ich bin glücklich, wenn ich meine Füße im Sand vergraben kann, die Sonne mich anlacht, ich an einem schönen Platz auf dieser Welt sein darf, mich an der Natur erfreuen kann und meinen Liebsten neben mir habe.

Surfen und gemeinsam Reisen ist nicht schwierig. Man lässt jedem seinen Freiraum und freut sich zusammen, wenn der Partner einen fantastischen Tag hatte. Deshalb ist es für mich nicht ungewöhnlich, die Frau eines Surfers zu sein.

Wir genießen die Tage an wunderschönen Orten und lieben das gemeinsame Reisen. Auch mit Surfboard.

Deine Tatjana

 

Reist du auch mit einem surfenden Partner? Wie ist das bei dir? Lass es mich wissen! Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

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2 Kommentare

  1. Ein schöner Artikel, liebe Tatjana! Ich glaube es ist so wichtig zu wissen was man braucht um zufrieden zu sein. Ich habe auch das Gefühl, dass viele es nicht gewohnt sind, sich mit sich selber zu beschäftigen und daraus dann eine Unzufriedenheit entsteht, da man so von anderen abhängig ist und bespaßt werden möchte. Da ich ja momentan alleine reise ist es um so nötiger, dass ich in der Lage bin Zeit mit mir zu verbringen. Also, auf die Zufriedenheit an Land und im Wasser. Ganz liebe Grüße aus Neuseeland!

    • Tatjana Warth

      Liebe Ronja,

      vielen lieben Dank für deine schönen Worte. Die Zufriedenheit ist tatsächlich eines der wichtigsten Dinge überhaupt. Und es ist schön, zufrieden zu sein.
      Ich wünsche dir noch ganz viel tolle Erlebnisse im Wasser und an Land.

      Liebe Grüße nach Neuseeland
      Tatjana

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